Wie Sie den perfekten Weihnachtsbaum auswählen

 

Die Auswahl des Weihnachtsbaums gehört zu den schönsten und wichtigsten Aufgaben in der Vorweihnachtszeit. Ob Sie sich für einen echten oder einen künstlichen Baum entscheiden – die Wahl will gut überlegt sein. Wissen Sie, woran Sie einen frischen Weihnachtsbaum erkennen oder aus welchen Materialien die hochwertigsten künstlichen Tannen gefertigt werden? Wir verraten Ihnen, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.

Die Geschichte des Weihnachtsbaums

Die ersten Belege für das Schmücken eines Weihnachtsbaums stammen aus Europa, genauer gesagt aus Deutschland. Im 16. Jahrhundert wurden mit Früchten behängte Bäume vor den Häusern und auf den Straßen aufgestellt. Erst im Laufe des 17. Jahrhunderts hielten sie Einzug in die städtischen Wohnstuben. Viele Jahre später verbreitete sich dieser festliche Brauch auch auf dem Land.

Die erste Erwähnung eines geschmückten Weihnachtsbaums im heutigen Tschechien stammt aus dem Jahr 1812. Der damalige Direktor des Ständetheaters, Johann Karl Liebich, schmückte einen Baum in seinem Sommerhaus in Prag. Da Liebich gebürtiger Deutscher war, brachte er diese Tradition aus seiner Heimat mit. Mit dem geschmückten Baum inspirierte er Familie und Freunde, woraufhin sich der Brauch nach und nach im ganzen Land verbreitete.

Der echte Weihnachtsbaum

Echter Weihnachtsbaum

Wie Sie einen echten Weihnachtsbaum auswählen

Sie fragen sich, wie Sie einen Weihnachtsbaum finden, der frisch ist, lange grün bleibt und nicht sofort nadelt? Beim Kauf im Handel sollten Sie auf einige grundlegende Merkmale achten, an denen Sie die Frische des Baumes erkennen können. Eine hervorragende Alternative ist der Kauf direkt bei einem regionalen Forstbetrieb oder Erzeuger, wo der Baum oft erst kurz vor der Mitnahme frisch geschlagen wird.

Berücksichtigen Sie auch die Baumart. Fichten nadeln in der Regel schneller, Kiefern sind widerstandsfähiger gegen das Austrocknen, während Tannen kaum nadeln und besonders langlebig sind. Wie lange Ihr Baum schön bleibt, hängt natürlich auch von der richtigen Pflege ab.

Woran Sie die Frische des Baumes erkennen

  • Die Farbe der Nadeln
    Die Nadeln eines frischen Baumes haben eine kräftige, grüne Farbe (Blaufichten weisen einen charakteristischen silbrig-blauen Schimmer auf). Seien Sie vorsichtig, wenn Sie braune oder gelbliche Nadeln entdecken – ein solcher Baum könnte in der warmen Stube sehr schnell nadeln.
  • Der Nadeltest
    Machen Sie noch beim Händler den Schütteltest. Heben Sie den Baum leicht an und stoßen Sie ihn mit dem Stamm auf den Boden. Wenn dabei bereits grüne Nadeln herabrieseln, sollten Sie lieber einen anderen Baum wählen. Ein frischer Weihnachtsbaum darf keine Nadeln verlieren.
  • Die Elastizität der Nadeln
    Auch die Biegsamkeit der Nadeln verrät viel über den Zustand des Baumes. Ein frischer Baum hat sehr elastische Nadeln, die sich biegen lassen, ohne zu brechen. Nehmen Sie eine Nadel zwischen die Finger und biegen Sie sie vorsichtig: Biegt sie sich elastisch, ist der Baum frisch. Bricht sie sofort entzwei, greifen Sie lieber zu einem anderen Exemplar.
  • Das Harz
    Frisches, klebriges Harz am Stamm oder an der Schnittfläche ist ein gutes Zeichen. Da Bäume im Großhandel oft lange vor dem Verkauf geschlagen werden, ist das Harz dort meist schon eingetrocknet. Flüssiges Harz finden Sie eher bei frisch geschlagenen Bäumen direkt vom Erzeuger.
  • Die Schnittfläche
    Die Schnittfläche eines frisch geschlagenen Baumes sollte hell und feucht sein. Ein dunkler, ausgetrockneter Anschnitt deutet darauf hin, dass der Baum schon vor längerer Zeit gefällt wurde.

Vor- und Nachteile eines echten Weihnachtsbaums

Ein echter Weihnachtsbaum bringt einen unvergleichlichen Duft und eine gemütliche Atmosphäre in Ihr Zuhause. Jeder Baum ist durch seinen natürlichen Wuchs ein echtes Unikat. Eine nachhaltige Option ist zudem ein Weihnachtsbaum im Topf, an dem Sie sich bei richtiger Pflege mehrere Jahre erfreuen können. Allerdings bringt ein echter Baum auch einige Nachteile mit sich – allen voran das Nadeln, die begrenzte Haltbarkeit und die jährlich wiederkehrenden Kosten.

Vorteile eines echten Baums Nachteile eines echten Baums
Herrlicher Duft Nadelverlust in warmen Räumen
Traditionelle Atmosphäre Begrenzte Haltbarkeit
Einzigartiger, natürlicher Wuchs Jährlich wiederkehrende Kosten
Als Topfpflanze wiederverwendbar Pflegeaufwand (regelmäßiges Gießen)

Beliebte Arten von echten Weihnachtsbäumen

  • Die Tanne
    Tannen gehören dank ihres gleichmäßigen Wuchses und der dichten Nadeln zu den beliebtesten Weihnachtsbäumen überhaupt – allen voran die Nordmanntanne oder die Edeltanne. Ihre Nadeln sind etwa 3 cm lang, weich, dunkelgrün und glänzend. Da Tannen selbst in beheizten Räumen kaum nadeln, sind sie besonders langlebig.
  • Die Fichte
    Als Weihnachtsbaum werden am häufigsten die Gemeine Fichte (Rotfichte) oder die Blaufichte gewählt. Beide zeichnen sich durch kurze, feste und dichte Nadeln aus. Die Blaufichte besticht durch ihren silbrig-blauen Schimmer und nadelt deutlich langsamer als die klassische Rotfichte. Dennoch bleibt die Rotfichte aufgrund ihres traditionellen Charmes ein Klassiker.
  • Die Kiefer
    Meist fällt die Wahl auf die Schwarzkiefer oder die Waldkiefer. Kiefern besitzen markante, ca. 8 bis 15 cm lange Nadeln und sehr kräftige Äste. Die Schwarzkiefer überzeugt mit dunkelgrünen Nadeln und einer dichten Krone, während die Waldkiefer etwas lichter wächst. Kiefern sind wegen ihres außergewöhnlichen Aussehens und ihres günstigen Preises eine beliebte Wahl.

Wie Sie einen echten Weihnachtsbaum richtig pflegen

Der Erfolg beginnt bereits beim Kauf. Wählen Sie einen frischen Baum mit sattgrünen, glänzenden und elastischen Nadeln. Wenn Sie den Stamm frisch anschneiden (ca. 2 cm absägen), kann der Baum das Wasser im Ständer viel besser aufnehmen.

Lagern Sie den Baum bis zum Fest an einem kühlen, windgeschützten Ort und stellen Sie ihn unbedingt in einen Eimer mit Wasser. Um dem Baum den Übergang zu erleichtern, sollten Sie ihn ein bis zwei Tage vor dem Schmücken in einen kühleren Raum (z. B. Flur oder Garage) stellen, damit er sich langsam an die Zimmertemperatur akklimatisieren kann.

Stellen Sie den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer möglichst weit weg von Heizkörpern oder Kaminen auf und vermeiden Sie Zugluft. Verwenden Sie einen Christbaumständer mit Wassertank und kontrollieren Sie den Wasserstand täglich. Gerade in den ersten Tagen benötigt der Baum erstaunlich viel Wasser – oft mehrere Liter am Tag. So bleibt er lange frisch und grün.

Die Pflege auf einen Blick:

  • Frischen Baum kaufen
  • Stamm frisch anschneiden
  • Rinde am unteren Stammende leicht entfernen
  • An einem kühlen Ort im Wasser lagern
  • Langsam an die Zimmertemperatur gewöhnen
  • In einen Christbaumständer mit Wassertank stellen
  • Weit entfernt von Heizquellen platzieren
  • Täglich frisches Wasser nachgießen

TIPP: Sie sind sich unsicher, wann der beste Zeitpunkt für den Baumkauf ist? Erstellen Sie einen praktischen Weihnachts-Zeitplan. So behalten Sie stets den Überblick und entgehen dem typischen Vorweihnachtsstress.

Der künstliche Weihnachtsbaum

Künstlicher Weihnachtsbaum

Wie Sie einen künstlichen Weihnachtsbaum auswählen

Entscheiden Sie sich für einen künstlichen Weihnachtsbaum, der über viele Jahre hinweg seine Farbe und Form behält. Eine Investition in Qualität zahlt sich hier definitiv aus. Der Preis spiegelt meist direkt die Hochwertigkeit des Baumes wider. Achten Sie beim Kauf auch auf praktische Details wie ein stabiles Aufbausystem, einen mitgelieferten Ständer oder eine integrierte LED-Beleuchtung. Die Dichte der Zweige und das verwendete Material bestimmen maßgeblich das Aussehen und den Preis.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines künstlichen Baumes achten?

  • Das Material
    Bäume aus klassischem PVC sind weich, dicht und meist recht günstig, wirken jedoch optisch oft etwas künstlicher. Deutlich realistischer sind Bäume aus PE (Polyethylen). Diese im Spritzgussverfahren hergestellten Nadeln fühlen sich täuschend echt an und sehen einem echten Baum zum Verwechseln ähnlich. Sie liegen preislich etwas höher. Häufig findet man auch hervorragende Hybrid-Modelle aus einer Materialkombination.
  • Die Ast- und Nadeldichte
    Die Anzahl der Zweige bestimmt, wie voll und dicht der Baum wirkt. Wählen Sie ein Modell mit hoher Zweig- und Nadeldichte, um ein besonders natürliches Gesamtbild zu erzielen. Je dichter der Baum, desto hochwertiger wirkt er (was sich auch im Preis widerspiegelt).
  • Die Form und Symmetrie
    Die Silhouette des Baumes sollte harmonisch, symmetrisch und natürlich wirken. Achten Sie darauf, dass die Äste gleichmäßig verteilt sind und keine unschönen Lücken entstehen.
  • Der Aufbau
    Machen Sie sich vorab Gedanken über das Aufbausystem. Einfache Modelle bestehen meist aus 2 bis 3 Teilen, die zusammengesteckt werden, woraufhin die Zweige einzeln gebogen werden müssen. Hochwertigere Bäume bieten oft ein praktisches Klapp- oder Regenschirmsystem, bei dem sich die Äste beim Aufstellen automatisch entfalten.

Vor- und Nachteile eines künstlichen Weihnachtsbaums

Künstliche Weihnachtsbäume erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ihre größten Vorteile liegen in der Langlebigkeit, der einfachen Handhabung und der Pflegeleichtigkeit. Ein künstlicher Baum sieht jedes Jahr perfekt aus, nadelt nicht und muss nicht gegossen werden. Premium-Modelle wirken zudem täuschend echt. Zu den Nachteilen zählen die höheren Anschaffungskosten, der Platzbedarf für die Lagerung unterm Jahr und der fehlende Duft nach frischem Wald.

Vorteile eines künstlichen Baums Nachteile eines künstlichen Baums
Sehr lange Lebensdauer Höhere Anschaffungskosten
Keine Pflege oder Bewässerung nötig Lagerplatz für das restliche Jahr erforderlich
Perfekte Symmetrie und authentische Optik Kein natürlicher Waldduft

Wie Sie einen künstlichen Weihnachtsbaum pflegen und lagern

Ein künstlicher Weihnachtsbaum ist extrem pflegeleicht. Das A und O ist die richtige Lagerung. Verpacken Sie den Baum nach dem Fest am besten im Originalkarton oder in einer speziellen Aufbewahrungstasche und lagern Sie ihn an einem trockenen, gut belüfteten Ort. Schützen Sie ihn vor extremer Hitze, Feuchtigkeit und direktem Sonnenlicht, um Verformungen der Zweige oder ein Verblassen der Farben zu verhindern.

Wir empfehlen, den Baum vor dem Aufstellen und nach dem Abbau kurz mit einem feuchten Tuch abzuwischen, um Staub zu entfernen. Lassen Sie ihn vor dem Verpacken vollständig trocknen.

Die Pflege- und Lagertipps auf einen Blick:

  • Trocken und staubgeschützt lagern
  • Vor Hitze, Feuchtigkeit und Sonne schützen
  • Vor und nach der Saison feucht abwischen
  • Vor dem Verpacken komplett trocknen lassen

Was kostet ein Weihnachtsbaum?

Preise für Weihnachtsbäume

Die Preise für Weihnachtsbäume hängen stark von der Qualität, der Baumart und der Größe ab. Im Handel wird meist nach Höhenkategorien unterschieden (z. B. bis 150 cm, bis 200 cm und über 200 cm). Tannen sind in der Regel teurer als Fichten oder Kiefern. Besonders gleichmäßig und dicht gewachsene Prachtexemplare liegen preislich höher als unregelmäßig gewachsene Bäume.

Bei künstlichen Bäumen ist die Preisspanne noch deutlich größer. Hier spielen Materialqualität, Detailtreue, Höhe sowie Zusatzfunktionen wie eine integrierte LED-Beleuchtung oder ein automatisches Klappsystem die entscheidende Rolle. Hochwertige künstliche Bäume mit täuschend echter Optik sind meist im Bereich von 60 bis 250 Euro erhältlich. Absolute Premium-Modelle können auch 400 Euro und mehr kosten – eine Investition, die sich durch die jahrelange Wiederverwendbarkeit jedoch schnell bezahlt macht.

Preisübersicht im Vergleich:

Baumtyp Größe Richtpreis
Künstliche Tanne bis 200 cm ca. 80 - 200 €
Künstliche Fichte bis 200 cm ca. 60 - 160 €
Künstliche Kiefer bis 200 cm ca. 60 - 200 €
Echte Tanne bis 200 cm ca. 30 - 60 €
Echte Fichte bis 200 cm ca. 12 - 20 €
Echte Kiefer bis 200 cm ca. 20 - 30 €

Die angegebenen Preise dienen als Richtwerte und beziehen sich bei den künstlichen Bäumen auf die mittlere Qualitätsklasse.

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