Tipps für grüne und nachhaltige Weihnachten

 

Denken Sie auch während der Weihnachtsfeiertage an die Umwelt und achten Sie auf einfache Grundregeln für ein nachhaltiges, grünes Fest. Die klassische Weihnachtszeit ist oft von übermäßigem Konsum, Verschwendung und Bergen von Müll geprägt. Machen Sie es dieses Jahr anders – wir zeigen Ihnen, wie es ganz einfach gelingt.

Nachhaltige Weihnachten

Nachhaltige Weihnachten bedeuten, mit ein paar einfachen Gewohnheiten die Natur zu schonen sowie Müll, Lebensmittelverschwendung und unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Prinzipien vor, mit denen Ihnen der Einstieg ganz leicht fällt. Sie werden sehen: So bereiten die Weihnachtsfeiertage gleich noch mehr Freude.

Nachhaltige Geschenke

Unter nachhaltigen Geschenken kann man sich vieles vorstellen. Es müssen nicht immer nur selbstgemachte Präsente sein – auch Produkte von lokalen Herstellern oder Artikel mit Bio-Zertifikat sind eine hervorragende Wahl. Um den Berg an materiellen Dingen zu verkleinern, können Sie auch gemeinsame Erlebnisse in Form von Gutscheinen, Kursen oder Eintrittskarten verschenken.

Eine wunderbare Methode, um im Kreis der Familie bewusster zu schenken, ist die „Ein-Geschenk-Regel“. Dabei erhält jede Person nur ein einziges, dafür aber wirklich durchdachtes Geschenk. Das schont Ressourcen und verhindert den Kauf unnötiger Dinge.

Umweltfreundliche Geschenkverpackungen

Verpacken Sie Ihre Geschenke dieses Jahr doch einmal in recycelbarem Papier oder wiederverwendbaren Materialien. Entdecken Sie zum Beispiel den Zauber von Furoshiki – einer traditionellen japanischen Technik, bei der Geschenke kunstvoll in Stoffe eingewickelt werden. Diese Methode erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und ist eine wunderbare, nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Geschenkpapier.

Müllfreie Weihnachten: Einfache Tipps für jedermann

Eine weitere tolle Möglichkeit ist die Wiederverwendung von Geschenkboxen und Bändern aus den Vorjahren oder das Verpacken in Zeitungspapier. Verzieren Sie die Präsente anschließend mit Naturmaterialien wie Tannenzapfen, Zimtstangen oder Sternanis.

Öko-Tipp für die Geschenkverpackung

Gestalten Sie Ihre Geschenke im naturnahen Stil. Ergänzen Sie eine dezente Farbpalette durch einen stimmungsvollen Akzent aus der Natur, wie Fichtenzweige, Zapfen, Hagebutten oder getrocknete Orangenscheiben. Umwickeln Sie das Päckchen anschließend mit Bast oder Juteschnur.

Frohe und nachhaltige Weihnachten!

Das benötigen Sie:

  • Packpapier (Schrenzpapier) – einfaches, umweltfreundliches Papier im Natur-Look, ideal für kreatives Verpacken.
  • Bast oder Juteschnur – stilvolle Naturbänder, die der Verpackung einen rustikalen Charme verleihen.
  • Schere und Klebeband – unverzichtbare Helfer für das schnelle und einfache Verpacken.
  • Naturmaterialien nach eigener Fantasie – Zapfen, Trockenblumen oder Zweige, die Ihre Geschenke optisch aufwerten.
  • Heißklebepistole – ein praktisches Werkzeug, um Dekorationen sicher und fest auf dem Paket anzubringen.

So wird es gemacht:

  • Ein ausreichend großes Stück Papier passend zur Größe des Geschenks zuschneiden.
  • Das Geschenk sorgfältig einpacken und mit schmalen Streifen Klebeband fixieren.
  • Das Päckchen mit der Naturschnur umwickeln (gerne auch mehrfach).
  • Einen Fichtenzweig oder andere Naturmaterialien unter das Band schieben; Tannenzapfen mit der Heißklebepistole fixieren.
  • Den Namen der beschenkten Person gut lesbar anbringen.
  • Fertig ist Ihr wunderschön verpacktes Geschenk!

Nachhaltige Weihnachtsdekoration

Greifen Sie bei den Weihnachtsvorbereitungen zu natürlichen oder wiederverwendbaren Dekorationen. Eine wunderbare Alternative ist selbst gebastelter Weihnachtsschmuck, beispielsweise aus Papier. Das schont die Umwelt und verkürzt gleichzeitig die langen Winterabende für Sie und Ihre Kinder. Schneiden Sie Sterne, Schneeflocken oder kleine Tannenbäume aus altem Geschenkpapier aus und schmücken Sie damit Ihre Fenster.

Setzen Sie auf stromsparende Weihnachtsbeleuchtung mit LED-Beleuchtung und integrierter Zeitschaltuhr. Stellen Sie den Timer so ein, dass das Licht nur dann brennt, wenn Sie es auch wirklich sehen – so vermeiden Sie unnötigen Stromverbrauch in der Nacht oder tagsüber.

Künstlicher vs. echter Weihnachtsbaum

Sowohl künstliche als auch echte Weihnachtsbäume haben im Hinblick auf die Nachhaltigkeit ihre Vor- und Nachteile. Generell gilt ein echter Weihnachtsbaum als die umweltfreundlichere Wahl, sofern er aus der Region stammt, da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt. Ein künstlicher Baum hingegen amortisiert sich ökologisch erst dann, wenn Sie ihn über viele Jahre hinweg wiederverwenden.

VORTEILE EINES ECHTEN BAUMS NACHTEILE EINES ECHTEN BAUMS
Nachwachsender Rohstoff Kurze Lebensdauer
Geringerer CO2-Fußabdruck Einsatz von Pestiziden beim Anbau
Unterstützung regionaler Betriebe und des Ökosystems Transportwege (falls nicht aus der Region)
VORTEILE EINES KÜNSTLICHEN BAUMS NACHTEILE EINES KÜNSTLICHEN BAUMS
Lange Verwendungsdauer Hoher CO2-Fußabdruck bei der Herstellung
Pflegeleicht (nadelt nicht) Verwendung von Kunststoffen und Chemikalien
Nicht recycelbar

Nachhaltig genießen und den Tisch decken

Versuchen Sie, alle eingekauften Lebensmittel restlos zu verwerten. Planen Sie Ihre Mahlzeiten im Voraus und kalkulieren Sie die benötigten Mengen realistisch, um Lebensmittelabfälle zu minimieren. Bevorzugen Sie saisonale Produkte und unterstützen Sie Erzeuger aus Ihrer Region. Sollten dennoch Reste übrig bleiben, die sich nicht mehr verwerten lassen, entsorgen Sie diese konsequent in der Biotonne.

Wählen Sie für die Tischdekoration natürliche Elemente – zum Beispiel Fundstücke aus dem Wald. Frische Nadelzweige oder Kiefernzapfen versprühen einen herrlichen Duft und sehen wunderschön aus. Auch stimmungsvolle Kerzen dürfen auf der Festtafel nicht fehlen. Greifen Sie hierbei am besten zu Produkten aus natürlichen Wachsen wie Bienen- oder Sojawachs und meiden Sie herkömmliche Paraffinkerzen.

Richtiges Recycling nach dem Fest

Bewahren Sie gut erhaltenes Geschenkpapier, Kartons oder Papiertüten einfach für das nächste Weihnachtsfest oder anstehende Geburtstage auf. Nicht mehr verwendbare Verpackungsmaterialien sollten Sie fachgerecht trennen und recyceln: Altpapier gehört in die blaue Tonne, Kunststoffe und Verbundstoffe in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne, Weißglas in den Klarglascontainer und Buntglas in den Grünglascontainer. Organische Abfälle gehören in die Biotonne. Denken Sie auch an das gebrauchte Frittier- und Bratöl: Füllen Sie es in ein verschließbares Gefäß und entsorgen Sie es an den dafür vorgesehenen Sammelstellen für Altspeiseöl.

Versuchen Sie, diese einfachen Nachhaltigkeitsregeln auch im Alltag und bei anderen Festen beizubehalten. Sie werden sehen, wie schnell diese Gewohnheiten in Fleisch und Blut übergehen. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Geldbeutel einen Gefallen, sondern schenken auch unserer Erde ein wertvolles Stück Zukunft.

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