So finden Sie das passende Handtuch

 

Die Auswahl des passenden Handtuchs mag auf den ersten Blick einfach erscheinen. Doch bei der großen Auswahl verliert man schnell den Überblick. Keine Sorge: Es reicht völlig aus, die wichtigsten Kriterien zu kennen und sich klarzumachen, was Sie von Ihrem Handtuch erwarten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf besonders achten sollten.

Wie wählt man das richtige Handtuch aus?

Die wichtigsten Kriterien beim Handtuchkauf

1. DAS MATERIAL

Das Material bestimmt nicht nur die Eigenschaften der Badetücher, sondern auch deren Preis und die richtige Pflege. Vergewissern Sie sich vor dem Kauf, dass das gewählte Handtuch all Ihre Anforderungen erfüllt.

Baumwolle

Vor- und Nachteile von Baumwollhandtüchern:

Vorteile Nachteile
Atmungsaktivität
Saugfähigkeit
Naturfaser
Bei höheren Temperaturen waschbar
Weichheit und Fülle
Für Allergiker geeignet

100 % reine Baumwolle gehört zu den beliebtesten Materialien für Handtücher. Die Naturfaser verleiht ihnen hervorragende Eigenschaften wie eine hohe Saugfähigkeit, Angenehmheit auf der Haut sowie eine wunderbare Fülle und Weichheit. Zudem lassen sich Baumwollhandtücher bei höheren Temperaturen waschen, wodurch Sie mühelos einen hohen Hygienestandard aufrechterhalten können. Sie sind daher sowohl im privaten Haushalt als auch in Hotels oder Wellnessbereichen äußerst beliebt.

Mikrofaser

Vor- und Nachteile von Mikrofaserhandtüchern:

Vorteile Nachteile
Schnelltrocknend Niedrigere Waschtemperatur
Hohe Saugfähigkeit
Sehr weiche Struktur
Für Allergiker geeignet

Mikrofaser zeichnet sich durch extrem feine Polyesterfasern aus, die in ihrer Struktur an Seide erinnern. Handtücher aus Mikrofaser sind die perfekten Begleiter beim Sport oder auf Reisen. Sie werden vor allem die schnelltrocknenden Eigenschaften und das geringe Gewicht zu schätzen wissen. Die feine Faserstruktur sorgt zudem für eine angenehme Geschmeidigkeit. Da sie zu 100 % aus Polyester bestehen, sind sie auch für Allergiker und Asthmatiker hervorragend geeignet. Wir empfehlen das Waschen bei maximal 40 °C.

Bambusfaser

Vor- und Nachteile von Bambushandtüchern:

Vorteile Nachteile
Schnelltrocknend Niedrigere Waschtemperatur
Hohe Saugfähigkeit
Antibakterielle Wirkung
Antiallergene Faser
Nachhaltige, 100 % natürliche Quelle

Die Bambusfaser besticht vor allem durch ihre enorme Saugfähigkeit, die bis zu viermal höher ist als bei klassischer Baumwolle. Diese natürliche Faser zeichnet sich durch hervorragende Eigenschaften wie Atmungsaktivität und eine besondere Hautfreundlichkeit aus. Zudem wirkt sie von Natur aus keimhemmend und beugt der Vermehrung von Bakterien und Pilzen vor. Dank dieser antibakteriellen Wirkung eignen sich Bambushandtücher auch ideal für feuchte Umgebungen. Waschen Sie diese Handtücher am besten bei 30 bis 40 °C.

Bambus-Baumwoll-Mischgewebe

Vor- und Nachteile von Handtüchern aus Baumwoll-Bambus-Mischgewebe:


Vorteile Nachteile
Schnelltrocknend
Hohe Saugfähigkeit
Antibakterielle Wirkung
Weichheit und Fülle
Höhere Waschtemperatur möglich

Handtücher aus einer Mischung von Bambusfasern und Baumwolle vereinen das Beste aus beiden Welten. Das genaue Verhältnis der Fasern bestimmt dabei die spezifischen Eigenschaften des Produkts. Am häufigsten findet man eine Zusammensetzung aus 70 % Bambusfaser und 30 % Baumwolle. Die Baumwolle verleiht dem Handtuch seine angenehme Fülle und Atmungsaktivität, während die schnelltrocknenden Eigenschaften, die hohe Saugfähigkeit und die antibakterielle Wirkung auf den Bambusanteil zurückzuführen sind.

Polyester-Baumwoll-Mischgewebe

Vor- und Nachteile von Handtüchern aus Baumwoll-Polyester-Mischgewebe:

Vorteile Nachteile
Hohe Saugfähigkeit Niedrigere Waschtemperatur
Strapazierfähigkeit
Farbechtheit

Die Kombination aus Kunstfaser und Baumwolle verleiht den Handtüchern eine hervorragende Saugfähigkeit, hohe Strapazierfähigkeit und eine langanhaltende Farbechtheit. Waschen Sie Handtücher aus diesem Mischgewebe bei einer Temperatur von 30 bis 40 °C. Sie eignen sich ideal für den täglichen Gebrauch im Haushalt sowie für Hotels und Pensionen.

2. DIE GRÖSSE

Klassische Handtücher für Gesicht, Hände oder Haare sind meist in den Größen 50 x 100 cm oder 50 x 90 cm erhältlich. Dies sind die am häufigsten verwendeten Maße in Haushalten und Hotels. Kleinere Gästetücher haben in der Regel eine Größe von 30 x 50 cm. Diese eignen sich perfekt für das Waschbecken im Badezimmer oder Gäste-WC.

3. DIE GRAMMATUR

Die Grammatur liefert wichtige Informationen über die Qualität des Gewebes. Sie gibt das Gewicht des Stoffes pro Quadratmeter (g/m²) an. Je höher die Grammatur ist, desto hochwertiger, langlebiger und strapazierfähiger ist das Handtuch. Bei Baumwollhandtüchern liegt die optimale Grammatur bei mindestens 400 g/m². Bei Mikrofaserhandtüchern liegt das Gewicht meist bei ca. 300 g/m².

Allgemein lässt sich sagen, dass Handtücher bis 400 g/m² eher dünn und leicht sind – ideal für Reisen, da sie kaum Platz im Koffer wegnehmen. Eine Grammatur von 400 bis 500 g/m² gilt als Standard für den täglichen Gebrauch; diese Handtücher sind angenehm weich und flauschig. Handtücher mit einer Grammatur über 500 g/m² gehören zur Premiumklasse. Ein kleiner Nachteil dieser dichten, schweren Materialien ist jedoch, dass sie im Vergleich zu leichteren Modellen etwas länger zum Trocknen benötigen.

4. DIE RICHTIGE PFLEGE

Jedes Handtuch sollte vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden – wir empfehlen Ihnen, dies mindestens ein- bis zweimal zu tun. Waschen Sie die Handtücher bei 30 bis 40 °C mit einem Fein- oder Flüssigwaschmittel, da sich dieses leichter auflöst. Dieser erste Waschgang befreit die Textilien von Produktionsrückständen, überschüssiger Farbe und Staub.

Waschen Sie Handtücher stets separat und nach Farben sortiert bei 30 bis 60 °C (beachten Sie hierzu bitte die Pflegehinweise des Herstellers). Sie können Handtücher und Badetücher zusammen im Baumwoll- oder Pflegeleicht-Programm waschen. Verwenden Sie am besten Flüssigwaschmittel. Verzichten Sie unbedingt auf Weichspüler sowie auf das Bügeln. Zu hohe Temperaturen und Weichspüler beeinträchtigen die Saugfähigkeit und die funktionellen Eigenschaften der Fasern negativ.

Wechseln Sie Ihre Handtücher regelmäßig aus – am besten drei- bis viermal pro Woche oder nach jeder zweiten Benutzung. Achten Sie darauf, dass das Handtuch nach jedem Gebrauch vollständig trocknen kann. Sollte ein Handtuch unangenehm riechen, benutzen Sie es nicht mehr, sondern geben Sie es direkt in die Wäsche. Ein muffiger Geruch ist meist ein Zeichen dafür, dass das Handtuch nicht richtig getrocknet ist und sich Keime oder Bakterien vermehrt haben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen einem Handtuch und einem Badetuch?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Größe und dem Verwendungszweck. Ein Badetuch misst mindestens 70 × 140 cm und dient dazu, den gesamten Körper nach dem Duschen oder Baden abzutrocknen. Handtücher sind kleiner (meist 50 × 100 cm) und werden vor allem für Hände, Gesicht oder Haare verwendet.

Was genau sagt die Grammatur (g/m²) aus?

Die Grammatur gibt das Gewicht des Stoffes pro Quadratmeter an. Je höher dieser Wert ist, desto dichter, saugfähiger und langlebiger ist das Handtuch. Für den alltäglichen Gebrauch im Haushalt ist eine Grammatur von 400–500 g/m² ideal, da sie die perfekte Balance zwischen Flauschigkeit und schneller Trocknung bietet.

Warum sollte ich ein Bambushandtuch einem Baumwollhandtuch vorziehen?

Bambusfasern weisen eine bis zu viermal höhere Saugfähigkeit als Baumwolle auf und besitzen natürliche antibakterielle Eigenschaften. Sie sind die ideale Wahl für Badezimmer mit schlechter Belüftung, da Bambus der Schimmelbildung vorbeugt. Ein Bambushandtuch fängt dadurch nicht so schnell an, unangenehm zu riechen.

Wann eignet sich ein Mikrofaserhandtuch am besten?

Mikrofaserhandtücher sind die beste Wahl für Sport und Reisen. Sie sind extrem leicht, kompakt und trocknen hervorragend schnell. Im Koffer oder der Sporttasche nehmen sie kaum Platz weg und sind nach dem Auswringen im Handumdrehen wieder einsatzbereit.

Warum müssen neue Handtücher vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden?

Das erste Waschen (idealerweise zweimal) ist wichtig, um Produktionsrückstände und Staub aus der Herstellung zu entfernen. Zudem sorgt das Wasser dafür, dass sich die Baumwollfasern leicht zusammenziehen und festigen. Dadurch wird die Saugfähigkeit erst richtig aktiviert und das spätere Ziehen von Fäden verhindert.

Stimmt es, dass ein teureres Handtuch auch länger zum Trocknen braucht?

Häufig ja. Handtücher mit einer hohen Grammatur (über 500 g/m²) sind sehr dicht gewebt und können enorme Mengen Wasser aufnehmen. Aufgrund dieser hoen Saugfähigkeit benötigen sie jedoch auch mehr Zeit, um vollständig zu trocknen – am besten gelingt dies im Wäschetrockner oder in einem gut belüfteten Raum.

 

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