Richtig saunieren: Diese Regeln sollten Sie beachten!

 

Entdecken Sie die wohltuende Wirkung des Saunierens. Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es kaum etwas Besseres, um den gesamten Körper aufzuwärmen. Die klassische Saunakultur stammt ursprünglich aus Finnland. Bei typischen Temperaturen zwischen 90 und 110 °C lässt sich das nasskalte Wetter draußen schnell vergessen. Keine Sorge vor der großen Hitze: In einer finnischen Sauna herrscht eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit. Gönnen Sie Ihrem Körper eine wohlverdiente Auszeit und stärken Sie ganz nebenbei Ihr Immunsystem. Falls Sie zum ersten Mal in die Sauna gehen, müssen Sie keine Bedenken haben – wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Sauna

Regel 1: Die Vorbereitung zu Hause

Packen Sie ein Handtuch, ein Laken und Seife in Ihre Tasche. Zwar bieten die meisten Saunalandschaften auch einen Leihservice an, doch die eigenen Sachen sind oft am gemütlichsten. Denken Sie auch an eine Flasche Wasser oder lauwarmen Tee. Trinken Sie am besten schon zu Hause vor dem Aufbruch 1 bis 2 Gläser Wasser. Belasten Sie Ihren Magen nicht mit schweren Mahlzeiten, da dies die Regeneration des Körpers beeinträchtigen kann. Ein leichter Snack vor dem Saunagang ist völlig ausreichend. 

Regel 2: Vor dem Betreten der Sauna

Bevor Sie die Sauna betreten, sollten Sie sich gründlich duschen, mit Seife waschen und anschließend gut mit einem sauberen Handtuch oder Badetuch abtrocknen. Ideal sind Produkte aus Baumwolle mit hoher Grammatur, da sie besonders saugfähig und sanft zu Ihrer nach dem Saunieren empfindlichen Haut sind. Das Duschen befreit die Haut von Fett und Schmutz, sodass sie optimal auf das Schwitzen vorbereitet ist. Durch das gründliche Abtrocknen öffnet sich die Haut schneller, das Schwitzen setzt früher ein und Schadstoffe werden effektiver ausgeschwemmt. 

Saunabereich

Regel 3: In der Saunakabine

Betreten Sie die Sauna immer ohne Badebekleidung. Nasse Badesachen verhindern ein gleichmäßiges Aufwärmen des Körpers und erschweren der Haut das Atmen. Zudem können sich unter feuchter Kleidung bei hohen Temperaturen schnell Bakterien vermehren. Aus diesem Grund sauniert man nackt und nutzt lediglich ein trockenes Baumwolllaken, das als Saunaunterlage dient. Wenn Ihnen die Nacktheit unangenehm ist, nehmen Sie einfach zwei Laken mit – eines zum Umwickeln und das andere als Unterlage.

Machen Sie es sich in der Kabine im Sitzen oder Liegen bequem. Die Durchblutung Ihrer Haut können Sie durch eine sanfte Massage mit einer speziellen Bürste oder einem Waschlappen zusätzlich anregen. Hören Sie dabei immer auf Ihren Körper: Wenn Ihnen die Hitze zu viel wird, verlassen Sie die Kabine lieber früher. Die optimale Dauer für einen Saunagang liegt je nach Erfahrung bei 8 bis 20 Minuten. Idealerweise wiederholen Sie diesen Vorgang dreimal

Regel 4: Nach dem Saunagang

Nach dem Verlassen der Kabine sollten Sie sich direkt abduschen, um Schweiß und Hautschuppen abzuwaschen. Duschen Sie sich zuerst lauwarm ab, um den Körper auf das anschließende Abkühlen im Tauchbecken vorzubereiten. Viele Saunen bieten dafür eiskalte Becken, Außenteiche oder Holzzuber an. Genau dieser plötzliche Temperaturwechsel stärkt das Immunsystem. Nach dem Abkühlen trocknen Sie sich ab, hüllen sich in ein Laken oder einen gemütlichen Bademantel und gönnen sich etwa 15 Minuten Ruhe auf einer Liege. Vergessen Sie nicht, dabei Flüssigkeit zu sich zu nehmen, bevor Sie den gesamten Ablauf noch zweimal wiederholen. 

Abkühlen nach der Sauna

Regel 5: Nach dem gesamten Saunabad

Beenden Sie Ihren Saunatag mit einer längeren Ruhephase auf der Liege, idealerweise für 20 bis 30 Minuten. So tanken nicht nur Ihr Körper, sondern auch Ihr Geist neue Kraft. Ruheräume sind oft dezent mit ätherischen Ölen beduftet, was die Entspannung zusätzlich fördert. Vermeiden Sie am Saunatag anstrengenden Sport sowie Stress, ruhen Sie sich aus und trinken Sie ausreichend Kräutertee.

Waschen Sie Ihre Handtücher und Badetücher nach dem Saunieren bei mindestens 60 °C. Wenn Sie regelmäßig mehrmals pro Woche in die Sauna gehen, empfiehlt es sich, einen größeren Vorrat an hochwertigen Handtüchern, Badetüchern und klassischen Laken aus Baumwolle anzuschaffen. Auch rutschfeste Badesandalen sind ein praktischer Begleiter. Da viele Saunabetriebe jedoch Leihhandtücher und -laken anbieten, müssen Sie sich oft um nichts weiter kümmern und können ganz entspannt anreisen. 

Die gesundheitlichen Vorteile des Saunierens

Regelmäßige Besuche einer finnischen Sauna wärmen den Körper tiefenwirksam auf und heben die Stimmung. Wussten Sie, dass Saunieren auch eine äußerst positive Wirkung auf die Psyche und die körpereigene Abwehr hat? Gönnen Sie sich diesen Luxus mindestens einmal pro Woche. Zu den größten Vorteilen des Saunierens gehören zweifellos:

  • Eine verbesserte Durchblutung der Haut am gesamten Körper
  • Das effektive Ausschwemmen von Schadstoffen und Toxinen über den Schweiß
  • Eine spürbare Entspannung der Muskulatur
  • Die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Die Linderung von Gelenkschmerzen
  • Die Stabilisierung des Blutdrucks
  • Eine nachhaltige Stärkung des Immunsystems

Generell wird das Saunieren Personen mit starkem Bluthochdruck, Herz- oder Nierenproblemen sowie bei akuten Infekten, Fieber oder Entzündungen nicht empfohlen. Die extreme Hitze könnte diese Beschwerden verschlimmern. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Gesundheitszustand immer vorab mit einem Arzt besprechen.

Entspannung in der Sauna