6 Gründe, warum Sie schlecht schlafen – und wie Sie das ändern
Ein erholsamer Schlaf ist für den gesamten Körper und seine Regeneration unerlässlich. Wenn Sie unter ständiger Müdigkeit leiden und sich ausgelaugt fühlen, schlafen Sie möglicherweise nicht tief oder lang genug. Was sind die häufigsten Ursachen für schlechten Schlaf und wie lässt sich das ändern?

Die falsche Matratze
Wenn Sie abends lange wach liegen oder nachts häufig aufwachen, kann die Ursache eine ungeeignete Matratze sein. Reine Federkernmatratzen beispielsweise sind nicht für jeden optimal, da sie keinen gleichmäßigen Gegendruck bieten und der Körper ungleichmäßig gelagert wird. Eine deutlich bessere Wahl sind Matratzen aus modernen Materialien, die sich dank ihrer Anpassungsfähigkeit perfekt an Ihre Körperform anschmiegen. Beim Kauf sollten Sie zudem auf den Härtegrad und weitere wichtige Faktoren achten.
Lesen Sie unseren Matratzen-Ratgeber: So finden Sie das perfekte Modell, in dem Sie alles Wissenswerte erfahren.
| Lösung: Ersetzen Sie Ihre alte Matratze durch ein hochwertiges Modell, das genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. |

Ein zu helles Schlafzimmer
Die meisten von uns wissen bereits, dass man vor dem Schlafengehen nicht mehr auf Smartphones, Tablets oder andere Bildschirme schauen sollte. Doch kaum jemandem ist bewusst, dass auch die Deckenbeleuchtung – insbesondere kaltweiße LED-Lampen – den Schlaf stören kann. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein zu hell erleuchteter Raum das Aufkommen von Müdigkeit hemmt und die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu anderthalb Stunden verzögern kann. Das weiße Licht von LEDs enthält nämlich einen hohen Anteil an blauem Licht, das die Melatoninproduktion blockiert. Die Folge: Wir schlafen kürzer und unruhiger.
| Lösung: Tauschen Sie nicht nur im Schlafzimmer, sondern in der gesamten Wohnung die Leuchtmittel gegen warmweiße Alternativen ohne hohen Blaulichtanteil aus. |

Ein altes, durchgelegenes Kopfkissen
Neben der Matratze entscheidet das Kopfkissen über die Schlafqualität, da es Nacken und Kopf optimal stützen muss. Ein ungeeignetes oder in die Jahre gekommenes Kissen kann zu Kopfschmerzen, Verspannungen der Halswirbelsäule und Schlafstörungen führen. Heutzutage können Sie aus einer Vielzahl von Kopfkissen wählen. Achten Sie beim Kauf vor allem auf das Material (Natur- oder Synthetikfasern), die Festigkeit und die Form.
| Lösung: Finden Sie zuerst heraus, in welcher Position Sie meistens schlafen. Für Seitenschläfer und Rückenschläfer sind höhere, feste oder anatomisch geformte Kissen ideal, um Nacken und Schultern zu entlasten. Bauchschläfer hingegen greifen am besten zu flachen, weichen Kissen. |
Ein zu lauter Wecker
Wussten Sie, dass ein schriller Weckton Ihnen den ganzen Tag vermiesen kann? Besonders dann, wenn Sie spät ins Bett gehen und sich morgens unsanft wecken lassen. Ein lauter Alarm reißt Sie oft mitten aus der Tiefschlafphase. In dieser Phase laufen wichtige Regenerationsprozesse im Körper ab, die bei einem plötzlichen Erwachen abrupt gestoppt werden. Selbst wenn Sie danach im Bett liegen bleiben und weiterschlummern, wird dieser Prozess nicht fortgesetzt. Die berühmte „Snooze-Taste“ hilft also nicht: Der Schlaf danach ist nicht mehr erholsam, schenkt Ihnen keine neue Energie und verbessert auch nicht Ihre Laune.
| Lösung: Versuchen Sie, rechtzeitig schlafen zu gehen, und stellen Sie Ihren Wecker auf einen sanften, leisen Ton ein. Wenn Ihr Körper ausreichend erholt ist, werden Sie meist ganz von alleine kurz vor dem Klingeln wach. |

Die falsche Bettdecke und unpassende Bettwäsche
Wer unter der Decke schwitzt oder friert, findet keinen ruhigen Schlaf. Daher empfiehlt es sich, verschiedene Decken für die jeweiligen Jahreszeiten parat zu haben. Für warme Sommernächte eignet sich eine leichte, atmungsaktive Sommerbettdecke. Eine Ganzjahresbettdecke wärmt in der Übergangszeit und im Winter, ist aber dank ihrer Leichtigkeit oft auch im Sommer beliebt. Bei der Bettwäsche sollten Sie das Material nach dem gewünschten Wärmegrad auswählen. Wir empfehlen natürliche Stoffe: Baumwoll-Bettwäsche ist nicht nur angenehm weich auf der Haut, sondern auch ideal für Allergiker, Asthmatiker und empfindliche Hauttypen.
| Lösung: Legen Sie sich zwei verschiedene Decken zu – eine leichte für den Sommer und eine wärmere für den Winter. Wählen Sie die Bettwäsche nach Ihren persönlichen Vorlieben. Im Winter ist kuschelige Flanell-Bettwäsche sehr beliebt, da sie die positiven Eigenschaften von Baumwolle besitzt, aber spürbar wärmer ist. Wer besonders schnell friert, greift am besten zu wärmender Plüsch-Bettwäsche. |

Alkohol vor dem Schlafengehen
Lassen Sie den Abend gerne mit einem Glas Wein ausklingen? Wer regelmäßig oder in größeren Mengen Alkohol vor dem Zubettgehen konsumiert, schadet langfristig seiner Schlafqualität. Der im Alkohol enthaltene Zucker wirkt anregend auf den Organismus. Auch wenn man scheinbar schneller einschläft: Der Schlaf nach Alkoholkonsum ist unruhig und weniger tief, sodass der Erholungseffekt ausbleibt.
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Lösung: Wenn Sie auf Ihr abendliches Glas Wein oder Bier nicht verzichten möchten, trinken Sie es mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen. Idealerweise greifen Sie stattdessen zu einem beruhigenden Kräutertee – reiner Melissentee beispielsweise entspannt den Körper, baut Stress ab und erleichtert das Einschlafen. |
Redaktion: Schlafwelt