Ob Sie nun Outdoor-Stühle für die Terrasse oder einen kleinen Balkon suchen – die Auswahl verdient besondere Aufmerksamkeit. Terrassenstühle sollten Ihrem Außenbereich Charakter verleihen, doch ebenso wichtig ist ihre Funktionalität. Kennen Sie alle grundlegenden Kriterien, auf die Sie achten sollten? Treffen Sie die richtige Entscheidung.
Outdoor-Stühle müssen sowohl Ihren Bedürfnissen als auch Ihrem Geschmack entsprechen. Denken Sie vor dem Kauf nicht nur an das Design, sondern auch an die Funktionalität und die spätere Pflege. Überlegen Sie, wo und wie oft Sie die Stühle nutzen werden. Einige Materialien eignen sich besser für überdachte Terrassen, während andere auch direkter Sonneneinstrahlung oder Regen problemlos standhalten. Ebenso wichtig sind der Platzbedarf und die Frage der Lagerung im Winter.
Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl von Outdoor-Stühlen
1. Das Material
Das Material bestimmt gleich mehrere grundlegende Eigenschaften wie Stabilität, Preis und Pflegeaufwand. Vergleichen Sie die Vor- und Nachteile der gängigsten Materialien für Gartenstühle.
Kunststoff
Vor- und Nachteile von Kunststoffstühlen für die Terrasse
| Vorteile | Nachteile |
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Hohe Stabilität |
Anfällig bei starkem Wind (durch geringes Gewicht) |
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Hitzebeständigkeit |
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Pflegeleicht |
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Leicht abwaschbar |
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Geringes Gewicht (einfach zu verstellen) |
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Günstiger Anschaffungspreis |
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Große Farb- und Formvielfalt |
Früher galt Kunststoff als das typische und billigste Material für Outdoor-Möbel. Das hat sich längst geändert. Moderne Spezialkunststoffe sind äußerst robust, langlebig, dabei aber leicht und unkompliziert abwaschbar.
Kunststoffstühle für die Terrasse erhalten Sie zu attraktiven Preisen. Die Pflege ist denkbar einfach. Ein kleiner Nachteil ist ihr geringes Gewicht bei starkem Wind.
TIPP: Outdoor-Stühle aus Kunststoff eignen sich sowohl für offene als auch für überdachte Terrassen.
Holz
Vor- und Nachteile von Gartenstühlen aus heimischen Holzarten
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Robustheit |
Geringere Witterungsbeständigkeit |
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Günstiger Anschaffungspreis |
Höherer Pflegeaufwand |
Vor- und Nachteile von Gartenstühlen aus exotischen Holzarten
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Hohe Robustheit |
Höherer Anschaffungspreis |
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Hitze- und Wasserbeständigkeit |
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Geringerer Pflegeaufwand |
Ein Klassiker von zeitloser Schönheit – so lassen sich Gartenstühle aus Holz beschreiben. Ihre Stabilität und die einzigartige Optik gehören zu den größten Vorteilen. Der Nachteil von Holz ist der höhere Pflegeaufwand, der stark von der jeweiligen Holzart abhängt.
Zu den widerstandsfähigsten gehören exotische Hölzer wie Akazie, Bambus oder Teak. Heimische Holzarten wie Kiefer, Eiche oder Buche müssen deutlich häufiger lackiert oder mit speziellen Ölen behandelt werden.
TIPP: Stühle aus heimischen Holzarten eignen sich vor allem für überdachte Terrassen. Modelle aus exotischen Hölzern können Sie während der Saison auch ungeschützt im Freien stehen lassen.
Metall
Vor- und Nachteile von Metallstühlen für die Terrasse
| Vorteile | Nachteile |
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Pflegeleicht |
Hohes Gewicht (bei Stahlstühlen) |
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Witterungsbeständig |
Höherer Anschaffungspreis |
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Rostbeständig |
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Robust und stabil |
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Geringes Gewicht (bei Alustühlen) |
Pflegeleicht und langlebig – Metall ist eine hervorragende Wahl für Outdoor-Stühle. Metallstühle trotzen sowohl Hitze als auch Regen. Hochwertiger Stahl ist rost- und korrosionsbeständig, weshalb er zu den besten Materialien für langlebige Metallmöbel zählt.
Eine leichtere und oft günstigere Alternative sind Aluminiumstühle, deren geringes Gewicht bei starkem Wind jedoch ein kleiner Nachteil sein kann.
TIPP: Outdoor-Stühle aus Metall eignen sich sowohl für offene als auch für überdachte Terrassen.
Naturrattan
Vor- und Nachteile von Outdoor-Stühlen aus Naturrattan
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Natürliches Material |
Regelmäßige Pflege nötig |
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Geringes Gewicht |
Empfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen |
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Gute Stabilität |
Höherer Anschaffungspreis |
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Feuchtigkeitsbeständigkeit |
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Große Formvielfalt |
Den besonderen Charme von Naturrattan-Stühlen werden Sie schnell lieben lernen. Naturrattan besticht durch seine Leichtigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit und Hitzetoleranz.
Allerdings reagiert das Material empfindlich auf starke Witterungsschwankungen und frostige Temperaturen. Es erfordert regelmäßige Pflege und gelegentliches Nachlackieren.
TIPP: Stühle aus Naturrattan eignen sich am besten für überdachte Terrassen und Wintergärten.
Polyrattan
Vor- und Nachteile von Outdoor-Stühlen aus Polyrattan
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Hohe Witterungsbeständigkeit |
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Geringes Gewicht |
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Günstiger Anschaffungspreis |
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Gute Stabilität |
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Große Formvielfalt |
Pflegeleicht und preiswert – Polyrattan ist eine hervorragende Alternative zu echtem Rattan.
Outdoor-Stühle aus Polyrattan sind leicht und trotzen selbst widrigsten Wetterbedingungen. Die Fasern sind fest miteinander verflochten, sodass Sie kein Aufdröseln befürchten müssen.
TIPP: Polyrattan-Stühle eignen sich sowohl für offene als auch für überdachte Terrassen.
2. Die Maße
Die Maße eines Gartenstuhls bestimmen maßgeblich den Sitzkomfort. Achten Sie vor allem auf die drei Grundmaße: Gesamthöhe, Sitzhöhe und Sitzbreite. Diese Maße dienen als Orientierung und sollten idealerweise auf Ihre Körpergröße abgestimmt sein.
Gesamthöhe
Die Gesamthöhe von Gartenstühlen liegt meist zwischen 80 und 120 cm. Der Unterschied ergibt sich aus der Höhe der Rückenlehne. Wenn Sie eine hohe Lehne bevorzugen, die bis zu den Schultern reicht, sollten Sie Modelle mit einer Höhe von 100 bis 120 cm wählen.
Sitzhöhe
Richtwerte für die Sitzhöhe nach Körpergröße
| KÖRPERGRÖSSE | SITZHÖHE |
|---|---|
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160 cm |
44 cm |
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170 cm |
46 cm |
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175 cm |
48 cm |
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190 cm |
52 cm |
Die optimale Höhe für bequemes Sitzen liegt bei etwa 45 cm. Achten Sie beim Probesitzen darauf, dass Ihre Knie einen Winkel von etwa 90° bilden.
Die ideale Sitzhöhe hängt letztlich von der Körpergröße ab. Diese Richtwerte sind besonders wichtig, wenn Sie häufig und lange auf den Stühlen sitzen.
Sitzbreite
Die Standardbreite von Terrassenstühlen bewegt sich im Bereich von 40 bis 80 cm. Denken Sie auch an die Maße Ihres Tisches: Damit Sie bequem Platz nehmen und aufstehen können, sollten Sie pro Stuhl zusätzlich etwa 20 bis 30 cm Freiraum einplanen.
3. Die Belastbarkeit
Die Tragfähigkeit ist ein Kriterium, das Sie keinesfalls vernachlässigen sollten. Die ideale Belastbarkeit eines Stuhls sollte bei mindestens 100 kg beginnen. Es gibt zwar auch Modelle mit geringerer Tragkraft, bedenken Sie jedoch, dass eine ausreichende Belastbarkeit maßgeblich zur Sicherheit beim Sitzen beiträgt.
Die Belastbarkeit wird in der Regel durch wiederholte Druckbelastung mit konstantem Gewicht getestet. Diese Belastungszyklen werden tausendfach wiederholt. So ist sichergestellt, dass der Stuhl der vom Hersteller angegebenen Traglast langfristig standhält.
4. Das Gewicht
Das Gewicht eines Stuhls wird durch das verwendete Material und die Maße bestimmt. Am leichtesten sind Modelle aus Kunststoff oder Aluminium, die oft nur 3 bis 5 kg wiegen. Solche Leichtgewichte sollten bei starkem Wind gesichert werden. Am schwersten sind Outdoor-Stühle aus massivem Holz oder robustem Stahl – diese bringen meist 8 bis 12 kg auf die Waage.
5. Praktische Zusatzfunktionen
Berücksichtigen Sie auch praktische Zusatzfunktionen. Auch wenn Sie vielleicht nicht den ganzen Tag auf den Gartenstühlen verbringen, werden Sie bestimmte Eigenschaften schnell zu schätzen wissen. Dazu gehören vor allem die Stapelbarkeit, eine ergonomische Formgebung sowie die Eignung für Senioren oder Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Ergonomie
Terrassenstühle sollten zumindest grundlegende ergonomische Anforderungen erfüllen. Eine ergonomische Form beugt Rückenschmerzen vor. Auch bei Gartenmöbeln, die meist kürzer genutzt werden, sollten Sie auf die richtige Sitzhöhe und eine stützende Rückenlehne achten. Vergessen Sie auch nicht die Sitzbreite und eine bequeme Polsterung. Das Sitzen sollte stets komfortabel sein und ein entspanntes Anlehnen ermöglichen.
Stapelbarkeit
Wenn Sie Stühle für eine offene Terrasse oder eine Feuerstelle suchen, sollten Sie bereits an die spätere Lagerung denken. Es empfiehlt sich, leichtere Stühle auch während der Saison zu stapeln, da plötzliche Wetterumschwünge und starker Wind sie beschädigen können. Da die meisten Gartenmöbel im Winter eingelagert werden müssen, ist die Stapelbarkeit ein riesiger Vorteil. Schließlich steht man fast jedes Jahr vor dem Problem des Platzmangels. Einige Modelle lassen sich nur paarweise stapeln, andere fast unbegrenzt. Eine praktische Alternative sind zudem Klappstühle für die Terrasse.
Nutzungskomfort für alle Generationen
Für Senioren und Personen mit Bewegungseinschränkungen empfehlen wir höhere Stühle, da diese das Hinsetzen und Aufstehen spürbar erleichtern. Achten Sie beim Kauf auch auf die Tischhöhe, damit sich die Stühle problemlos unter die Tischplatte schieben lassen. Um den Essbereich herum sollte zudem ein Durchgang von mindestens 1 Meter Breite frei bleiben.
Gepolsterte Elemente
Einige Gartenstühle verfügen über integrierte Polsterungen wie Arm- oder Kopfkissen. Achten Sie in diesem Fall darauf, ob diese abnehmbar sind. Die textilen Teile müssen nach der Saison gewaschen werden. Bleiben sie dauerhaft im Regen stehen, besteht zudem die Gefahr von Schimmelbildung.
Was Sie beim Kauf von Outdoor-Stühlen nicht vergessen sollten
1. Die richtige Pflege
Jeder Outdoor-Stuhl benötigt während und nach der Saison zumindest ein Mindestmaß an Pflege. Wenn Sie möglichst wenig Zeit für die Instandhaltung aufwenden möchten, sind Modelle aus Kunststoff, Metall oder Polyrattan die beste Wahl. Andere Materialien sind anspruchsvoller: Holz und Naturrattan müssen nach (und manchmal auch während) der Saison mit speziellem Lack, Öl oder Wachs behandelt werden. Zudem sollten diese beiden Naturmaterialien vor direktem Regen geschützt werden.
TIPP: Wenn Sie pflegeleichte Outdoor-Stühle suchen, greifen Sie am besten zu Kunststoff, Metall oder Polyrattan.
2. Die Lagerung
Nach dem Ende der Gartensaison stellt sich die Frage nach der richtigen Lagerung. Idealerweise sollten Sie diesen Punkt bereits vor dem Kauf bedenken. Lagern Sie Ihre Gartenstühle an einem trockenen und gut belüfteten Ort – das gilt ganz besonders für Massivholz und Naturrattan. Bei anhaltender Feuchtigkeit droht sonst Schimmelbildung. Generell raten wir davon ab, Gartenmöbel über den Winter in luftdichte Plastikhüllen einzupacken.
Geeignete Orte für die Überwinterung sind Dachböden, Garagen, Schuppen oder Gartenhäuser. Achten Sie auf ausreichend Platz: Stapelbare Stühle sind hier klar im Vorteil, während nicht stapelbare Modelle deutlich mehr Stellfläche beanspruchen.
Häufig gestellte Fragen
Welches Holz eignet sich am besten für Outdoor-Stühle?
Generell lässt sich sagen, dass die hochwertigsten Holzstühle für den Außenbereich aus exotischen Holzarten gefertigt sind. Diese zeichnen sich durch eine hohe Dichte und Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Nässe aus. Am häufigsten werden Teak, Eukalyptus, Akazie, Bambus oder Robinie verwendet.
Wie pflegt man Outdoor-Stühle aus Kunststoff?
Outdoor-Stühle aus Kunststoff benötigen keine aufwendige Pflege. Es reicht völlig aus, sie mit einem feuchten Tuch von Staub und Blütenpollen zu befreien oder sie einfach mit dem Gartenschlauch abzuspritzen. Zu Beginn und am Ende der Saison können Sie die Stühle mit etwas Spülmittel oder einem speziellen Kunststoffreiniger säubern.
Müssen Gartenstühle vor Regen geschützt werden?
Die meisten modernen Materialien für Gartenstühle halten regnerischem Wetter problemlos stand. Eine Ausnahme bilden Stühle aus Naturrattan oder heimischen Holzarten. In diesen Fällen empfiehlt es sich, die Möbel vor Regen geschützt unterzustellen oder sie mit einer speziellen Schutzhülle abzudecken.
Welche Vorteile bieten stapelbare Gartenstühle?
Stapeln bedeutet, mehrere Stühle platzsparend ineinanderzustellen. Der größte Vorteil liegt ganz klar in der enormen Platzersparnis bei der Lagerung. Während sich Metall- oder Holzstühle oft nur paarweise stapeln lassen, können Kunststoffstühle meist in größeren Stapeln gelagert werden.
Welche Farbe eignet sich am besten für Gartenstühle?
Stimmen Sie die Farbe der Stühle auf den Gesamtstil Ihrer Terrasse ab. In modernen Außenbereichen können Sie ruhig experimentieren und verschiedene Farben oder Formen miteinander kombinieren. Für Terrassen im skandinavischen Stil oder im Boho-Chic eignet sich Holz hervorragend.
Wie lagert man Gartenstühle außerhalb der Saison?
Wir empfehlen, Gartenstühle an einem trockenen und gut belüfteten Ort zu lagern. Sollte dies nicht möglich sein, verwenden Sie eine Schutzplane und stellen Sie die Stühle leicht erhöht auf, damit sie keinen direkten Bodenkontakt haben und vor Feuchtigkeit geschützt sind.


