Wissen Sie, wie oft und wie genau Sie Ihre Handtücher waschen sollten? Für maximale Hygiene gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten. Handtücher und Badetücher bieten leider einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden führen können.
Wussten Sie, dass ausgerechnet Handtücher, Badetücher oder Geschirrtücher zu den Dingen im Haushalt gehören, auf denen sich die meisten Bakterien ansiedeln? Das feuchte Klima im Badezimmer begünstigt die Vermehrung von Bakterien und Schimmelpilzen ungemein. Wenn Sie nasse Handtücher nach dem Baden einfach im Badezimmer hängen lassen, breiten sich Keime darin fast garantiert aus.

Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem für Personen mit Hautabschürfungen oder einem geschwächten Immunsystem. Pilze, die sich im feuchten Gewebe vermehren, können zu Reizungen der Augen, der Haut oder des Rachens führen. Im schlimmsten Fall drohen sogar Akne oder eine Bindehautentzündung. Besondere Vorsicht ist bei Gästehandtüchern im Gäste-WC geboten. Hier können sich Erreger wie Escherichia coli oder Salmonellen ansiedeln, die Magen-Darm-Erkrankungen verursachen.
Wie wäscht man Handtücher richtig?
Waschen Sie Handtücher und Badetücher am besten separat und nach Farben sortiert. Sie sollten beim Waschgang nicht mit stark verschmutzter Kleidung oder Unterwäsche in Berührung kommen, da diese Keime aus dem Intimbereich oder Fäkalspuren enthalten können.
Die optimale Waschtemperatur für Handtücher liegt bei 60 °C. Extrem verschmutzte Stücke können Sie auch bei 90 °C waschen. Verzichten Sie dabei auf Weichspüler, da dieser die Fasern verklebt und die Saugfähigkeit mindert. Zudem sollten Sie Handtücher niemals bügeln. Durch die Hitze werden die Fasern flach gedrückt, wodurch sie ihre Fähigkeit zur Feuchtigkeitsaufnahme verlieren.
Ebenso wichtig ist das gründliche Trocknen, idealerweise im Wäschetrockner oder an einem warmen Ort mit guter Luftzirkulation. Unvollständiges Trocknen macht sich schnell durch einen typisch muffigen Geruch bemerkbar. Dieser entsteht durch abgestorbene Hautschuppen und die Vermehrung von Bakterien. In diesem Fall muss das Handtuch erneut gewaschen werden.

Essig oder Natron: Hausmittel gegen muffige Handtücher
Geben Sie einfach eine Tasse Haushaltsessig (ca. 150–200 ml) direkt in die Trommel und starten Sie ein normales Waschprogramm. Essig entfernt Flecken sowie Schmutz und neutralisiert den unangenehmen Geruch der Handtücher. Als positiver Nebeneffekt wird dabei auch gleich die Waschmaschine gereinigt. Keine Sorge wegen des Essiggeruchs – dieser verfliegt schnell. Wir empfehlen jedoch, diese Methode höchstens einmal im Monat anzuwenden.
Eine ähnlich gute Wirkung erzielt herkömmliches Natron (oder Backpulver). Ersetzen Sie den Essig einfach durch eine halbe Tasse Natron. Es neutralisiert Gerüche und hilft dabei, Grauschleier sowie hartnäckige Flecken zu entfernen.
Das richtige Waschmittel
Vor dem ersten Gebrauch sollten Sie neue Handtücher unbedingt waschen. Verwenden Sie für die Pflege am besten Flüssigwaschmittel. Herkömmliches Waschpulver kann sich in den dichten Fasern festsetzen, wenn es sich nicht vollständig auflöst. Statt Weichspüler können Sie bei Bedarf spezielle Hygienespüler verwenden, die Viren, Bakterien und Pilze bereits bei niedrigen Temperaturen zuverlässig abtöten.
Wie oft sollte man Handtücher und Badetücher wechseln?
Wie oft Sie Ihre Handtücher wechseln sollten, hängt ganz von ihrer Nutzung ab. Badetücher, die Sie nach dem Duschen oder Baden verwenden, sollten Sie am besten jeden zweiten Tag austauschen. Auch normale Handtücher für die Hände sollten höchstens zwei Tage lang benutzt werden.
Handtücher, die mit Schweiß oder Blut in Berührung gekommen sind – beispielsweise nach dem Sport –, sollten Sie sofort waschen. Dies gilt auch für Kinderhandtücher oder spezielle Gesichtstücher.
Sollte ein Handtuch schon früher unangenehm riechen, sollten Sie es sofort austauschen. Zudem sollten Sie Ihre Handtücher und Badetücher niemals mit anderen Haushaltsmitgliedern teilen.
