Was tun gegen harte Handtücher?

 

Unangenehm harte Handtücher können die Freude an der täglichen Körperpflege trüben. Vielleicht vernachlässigen Sie unbewusst einige Grundregeln, die für Weichheit und Flauschigkeit sorgen. Oft bewirkt schon eine kleine Anpassung Ihrer Waschgewohnheiten wahre Wunder. Geben Sie sich nicht mit kratzigen Handtüchern zufrieden – erfahren Sie, wie Sie sie schnell und einfach wieder kuschelig weich bekommen.

Harte Handtücher weich bekommen

Bestimmte Gewebe neigen eher dazu, steif zu werden – allen voran Frottee-Handtücher. Doch dem lässt sich effektiv vorbeugen. Alles beginnt mit der richtigen Auswahl: Wenn Sie sich weiche und flauschige Handtücher wünschen, greifen Sie am besten zu Modellen mit längeren Fasern und Schlingen sowie einem Flächengewicht von etwa 400 g/m².

Entscheidend ist zudem die Pflege vor dem ersten Gebrauch. Waschen Sie neue Handtücher nach dem Kauf immer mindestens einmal, idealerweise sogar zweimal. Wählen Sie dafür am besten eine Temperatur von 60 °C und ein Flüssigwaschmittel. Ersetzen Sie den Weichspüler durch weißen Essig. Schütteln Sie das gewaschene Handtuch vor dem Trocknen kräftig aus und lassen Sie es trocknen. Wiederholen Sie diesen Vorgang beim zweiten Waschen.

Die 2 häufigsten Gründe für harte Handtücher

Grundregeln für das Waschen bei hartem Wasser:

  1. Die Waschmaschinentrommel nicht überladen.
  2. Die optimale Menge an Waschmittel verwenden.
  3. Auf Weichspüler verzichten.
  4. Regelmäßig weißen Essig oder Waschsoda zur Wasserenthärtung hinzufügen.
  5. Einmal im Monat die Waschmaschine entkalken (mit Waschsoda oder einem speziellen Entkalker).

1. Hartes Wasser
In vielen Haushalten fließt kalkhaltiges, hartes Wasser aus der Leitung. Ob Ihr Leitungswasser hart ist, lässt sich leicht erkennen: Es bilden sich schnell weiße Kalkflecken auf den Armaturen oder Ablagerungen im Wasserkocher. Hartes Wasser verkürzt nicht nur die Lebensdauer von Haushaltsgeräten, sondern entzieht auch der Wäsche ihre Weichheit.

Verwenden Sie in diesem Fall beim Waschen Ihrer Handtücher regelmäßig weißen Essig (10 % Säure). Geben Sie ihn einfach anstelle von Weichspüler in das entsprechende Fach. Sie müssen sich keine Sorgen wegen des Geruchs machen – dieser verfliegt beim Trocknen vollständig. Essig macht die Wäsche weicher, reinigt gleichzeitig die Waschmaschine und neutralisiert unangenehme Gerüche im Gewebe. Eine hervorragende Alternative ist Waschsoda. Geben Sie dieses einfach direkt in die Trommel oder in das Pulverfach und nutzen Sie es bei jedem Waschgang.

Unser Tipp: Reinigen Sie Ihre Waschmaschine einmal im Monat mit Waschsoda. Geben Sie eine Packung (ca. 200 g) direkt in die Trommel und lassen Sie die Maschine bei 90 °C leer durchlaufen.

2. Zu viel Waschmittel
Eine Überdosierung von Waschmittel oder Weichspüler führt dazu, dass die Fasern verkleben und verhärten. Diese Rückstände lagern sich im Gewebe ab, drücken die Fasern flach und lassen sie starr werden. Als Faustregel gilt: Für 5 kg Wäsche genügen etwa 100 g Pulverwaschmittel oder 80 ml Flüssigwaschmittel. Für Handtücher empfehlen wir grundsätzlich Flüssigwaschmittel und den vollständigen Verzicht auf Weichspüler.

Dosierung von Waschmitteln für 5 kg Wäsche

Waschmitteltyp Menge für 5 kg Wäsche

Flüssigwaschmittel

80 ml

Pulverwaschmittel

100 g

Waschmittel-Pods / Caps

1 Stk.

Weichspüler

nicht empfohlen für Handtücher

Gesichtshandtuch

Wechsel 3x pro Woche empfohlen

Weißer Essig

30 ml

Waschsoda

30 g

Optimale Dosierung von Waschmitteln für 5 kg Handtücher. Je nach Verschmutzungsgrad kann die Menge um bis zu 30 % erhöht werden. Bitte beachten Sie stets die Dosierungsempfehlungen des jeweiligen Herstellers.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte man für Handtücher keinen Weichspüler verwenden, wenn er die Wäsche doch weicher machen soll?

Weichspüler bewirkt bei Handtüchern leider das Gegenteil. Seine Inhaltsstoffe umhüllen und verkleben die Textilfasern, wodurch das Handtuch seine natürliche Saugfähigkeit verliert. Nach dem Trocknen sind diese verklebten Fasern starr, was zu einer unangenehm kratzigen und harten Oberfläche führt.

Riechen die Handtücher nach der Verwendung von weißem Essig nicht unangenehm?

Darüber müssen Sie sich keine Sorgen machen. Der typische Essiggeruch verfliegt während des Wasch- und Trocknungsprozesses vollständig. Zurück bleiben saubere und weiche Handtücher ohne jeglichen Essiggeruch. Im Gegenteil: Essig hilft sogar dabei, Waschmittelrückstände zu neutralisieren, die oft die Ursache für muffige Gerüche sind.

Was kann ich tun, wenn ich keinen Wäschetrockner habe und die Handtücher nach dem Lufttrocknen steif wie ein Brett sind?

Wenn Sie Ihre Wäsche an der Luft trocknen, sollten Sie die Handtücher vor dem Aufhängen und nach dem Trocknen kräftig ausschütteln. Dadurch werden die Fasern mechanisch gelockert. Vermeiden Sie zudem das Trocknen in der prallen Sonne oder direkt auf einer heißen Heizung. Die Fasern trocknen sonst aus und werden brüchig, was die Steifheit zusätzlich verstärkt.

Ist Flüssigwaschmittel oder Waschpulver besser für weiche Handtücher?

Für das Waschen von Handtüchern ist Flüssigwaschmittel besser geeignet. Waschpulver löst sich bei niedrigen Temperaturen oft schlechter auf, und seine feinen Partikel können sich tief in den Schlingen des Frotteegewebes festsetzen. Diese Rückstände tragen nach dem Trocknen erheblich zur Starrheit und Rauheit des Materials bei.

Was ist der Unterschied zwischen weißem Essig und herkömmlichem Haushaltsessig?

Weißer Essig (mit 10 % Säure) eignet sich deutlich besser für die Wäsche, da er weder Zucker noch Farbstoffe (wie Zuckercouleur) enthält, die in herkömmlichem Speiseessig zu finden sind. Dadurch besteht keine Gefahr, dass sich helle Textilien verfärben oder klebrige Rückstände zurückbleiben. Zudem hat er eine stärkere entkalkende Wirkung.

Werden Handtücher weicher, wenn ich die Trommel voll lade, damit sie sich stärker aneinander reiben?

Ganz im Gegenteil. Eine überladene Trommel ist eine der Hauptursachen für harte Wäsche. Handtücher benötigen ausreichend Platz, um sich frei in der Trommel bewegen zu können, damit das Waschmittel gründlich ausgespült wird. Ist die Maschine zu voll, verbleiben Schmutz und Waschmittelreste in den Fasern, was die Handtücher starr macht.

 

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