Das Springen auf dem Trampolin gehört vor allem im Sommer zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten für Kinder und Erwachsene. Der Markt bietet eine riesige Auswahl an Gartentrampolinen in verschiedenen Größen, Farben und Qualitätsstufen. Wissen Sie jedoch, wie Sie richtig springen, um schmerzhafte Knöchelverstauchungen oder gar Knochenbrüche zu vermeiden? Wir haben für Sie die wichtigsten Regeln für die sichere Nutzung Ihres Gartentrampolins zusammengestellt.

Gesundheitliche Vorteile des Trampolinspringens
Das Springen auf dem Trampolin ist – wie viele andere Sportarten auch – äußerst gesundheitsfördernd. Egal ob auf kleinen oder großen Modellen: Es verbessert die Bewegungskoordination, stärkt den gesamten Körper und steigert die allgemeine Ausdauer und Kondition. Regelmäßiges Training stärkt zudem das Herz-Kreislauf-System sowie die tiefe Rumpfmuskulatur (den sogenannten Core). Darüber hinaus hilft die Bewegung dabei, Stress abzubauen und den Kopf für einen Moment freizubekommen.
Allerdings wird das Springen für Kinder unter 3 Jahren nicht empfohlen. Beim Hüpfen wirken starke Stoßkräfte auf die Gliedmaßen, den Kopf und die Wirbelsäule. Neurochirurgen sind sich einig, dass das Trampolinspringen bei Kleinkindern Nerven und Gefäße schädigen kann. In den Sommermonaten kommt es leider häufig zu Unfällen auf dem Trampolin. Am häufigsten handelt es sich dabei um Knochenbrüche, Verrenkungen oder ausgeschlagene Zähne. Solche Verletzungen treten besonders häufig bei Personen auf, die sich im Alltag wenig bewegen und deren Muskulatur nicht ausreichend gekräftigt ist.
Achten Sie daher unbedingt auf die Sicherheit Ihrer Kinder, wenn diese auf dem Trampolin toben. Lassen Sie Ihre Kinder niemals unbeaufsichtigt und verinnerlichen Sie die wichtigsten Sicherheitsregeln.

11 goldene Regeln für sicheres Trampolinspringen
- Personenanzahl – Beachten Sie die vom Hersteller empfohlene maximale Personenanzahl. Als am sichersten gilt: 1 Trampolin = 1 Person.
- Gewichtslimit – Überschreiten Sie niemals die maximale Tragkraft. Wenn mehrere Kinder springen, sollten sie ein ähnliches Alter und Gewicht haben.
- Zugang – Betreten Sie das Trampolin nur durch die dafür vorgesehene Öffnung. Entfernen Sie die Einstiegsleiter, wenn Sie nicht anwesend sind, damit Kinder nicht unbeaufsichtigt springen.
- Sicherheitsnetz – Ein intaktes Sicherheitsnetz ist Pflicht. Es muss während des Springens immer geschlossen sein. Kinder dürfen nicht am Netz hochklettern.
- Standort – Stellen Sie das Trampolin auf einen ebenen, festen Untergrund. Halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter rund um das Trampolin ein.
- Essen und Trinken – Kaugummis, Lutscher, Essen oder Getränke haben auf dem Trampolin nichts verloren. Es besteht akute Verschluckungsgefahr.
- Kleidung – Wählen Sie bequeme, eng anliegende Kleidung. Rutschfeste Socken sind ideal. Lange Haare sollten zusammengebunden und Schmuck abgelegt werden.
- Wetterbedingungen – Bedenken Sie, dass ein nasses Sprungtuch extrem rutschig ist. Bei starkem Wind sollte das Trampolin gesichert werden, um ein Umkippen zu verhindern.
- Sprungbereich – Springen Sie nach Möglichkeit immer in der Mitte des Trampolins, nicht am Rand.
- Beaufsichtigung – Lassen Sie kleinere Kinder niemals unbeaufsichtigt springen.
- Herstellerangaben – Befolgen Sie stets die genauen Anweisungen und Warnhinweise des Herstellers.

So pflegen Sie Ihr Gartentrampolin richtig
Damit Ihr Trampolin lange wie neu bleibt und das Springen sicher ist, sollten Sie es regelmäßig pflegen. Schon der richtige Standort ist entscheidend – ideal ist ein Platz im Halbschatten. Trampoline vertragen keine dauerhafte, direkte Sonneneinstrahlung, da die UV-Strahlung das Sprungtuch, die Randabdeckung und das Sicherheitsnetz beschädigen kann.
Überprüfen Sie jedes Jahr – am besten vor dem Start der Frühlingssaison – alle Bauteile auf ihre Festigkeit und eventuelle Schäden. Federn, Verbindungsstücke und den Rahmen sollten Sie mit Vaseline oder Fett einfetten. Am Ende der Saison können Sie die Stahlteile mit einem Schutzöl behandeln, um Rostbildung vorzubeugen und das Material vor Kälte zu schützen. Für den Winter empfehlen wir, das Trampolin abzubauen und trocken einzulagern. Lassen Sie es vorher gründlich trocknen und entfernen Sie Staub sowie groben Schmutz.
Auch das Sicherheitsnetz erfordert eine regelmäßige Kontrolle – am besten auch während der laufenden Saison. Kleine Risse im Netz können Sie oft noch selbst zusammennähen. Ein stark beschädigtes Netz mit großen Löchern sollten Sie jedoch unbedingt durch ein neues ersetzen. Gesundheit und Sicherheit stehen schließlich immer an erster Stelle!