Möchten Sie Ihrem vierbeinigen Liebling maximalen Komfort bieten, aber das herkömmliche Angebot in den Geschäften entspricht nicht Ihren Vorstellungen? Ein Hundebett selbst zu nähen ist eine hervorragende Möglichkeit, Geld zu sparen und gleichzeitig ein originelles Einzelstück zu schaffen, das perfekt in Ihre Einrichtung passt. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, dass Sie für die Herstellung eines gemütlichen Rückzugsortes kein Schneiderdiplom benötigen – alles, was Sie brauchen, ist ein wenig Geduld und Freude am Gestalten.
Wie Sie Ihren Hund richtig ausmessen und die passende Form wählen
Der erste Schritt zum Erfolg ist die richtige Größe. Jeder Hund schläft anders – manche rollen sich gemütlich zusammen, andere strecken sich über das ganze Bett aus. Beobachten Sie Ihren Hund beim Schlafen und messen Sie den Platz, den er einnimmt. Rechnen Sie zu den ermittelten Maßen immer mindestens 10 bis 15 cm als Reserve für die Nähte und das Volumen der Füllung hinzu.
Für Anfänger eignet sich ein Kissenbett am besten. Es ist einfach zu nähen, lässt sich leicht waschen und die meisten Hunde lieben es, weil sie darin beliebig ihre Liegeposition wechseln können. Wenn Ihr Hund gerne seinen Kopf ablegt, können Sie sich später an eine anspruchsvollere Variante mit erhöhtem Rand wagen.
Die Materialauswahl: Robustheit steht an erster Stelle
Die Wahl des Stoffes ist bei einem Hundebett entscheidend. Hunde scharren im Bett, kauen darauf herum und tragen Schmutz hinein. Vergessen Sie feine Seide oder Satin. Setzen Sie lieber auf robuste Baumwolle, Denim (Jeansstoff) oder modernes Softshell, das zudem wasserabweisend und leicht abwaschbar ist. Wenn Sie ein Bett für einen kälteempfindlichen Hund nähen möchten, können Sie die Innenseite aus wärmendem Fleece oder einer alten Decke anfertigen.
Was Sie zum Nähen benötigen:
- Oberstoff (je nach Größe des Hundes)
- Füllung (Hohlfaser, Schaumstoffflocken oder das Innenleben eines alten Kopfkissens)
- Reißfestes Garn (damit die Nähte den Hundekrallen standhalten)
- Maßband, Schere, Stecknadeln und Schneiderkreide
- Ein Reiß- oder Klettverschluss (falls Sie einen abnehmbaren Bezug wünschen)
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So nähen Sie das Hundebett
1. Zuschnitt und Vorbereitung des Stoffes
Legen Sie den Stoff rechts auf rechts (die schönen Seiten zeigen zueinander) und zeichnen Sie zwei identische Rechtecke (oder Quadrate) gemäß den ermittelten Maßen auf. Wenn Sie ein höheres Hundebett wünschen, schneiden Sie zusätzlich einen seitlichen Stoffstreifen zu. Alternativ können Sie auch einfach die beiden Hauptflächen direkt aneinander nähen – so entsteht ein bauschiges Kissen.
2. Das Zusammennähen
Nähen Sie drei Seiten des Stoffes zusammen. Wenn Sie einen Reißverschluss einarbeiten, platzieren Sie diesen an einer der längeren Seiten. Falls Sie keinen Reißverschluss verwenden, lassen Sie an der letzten Seite eine ausreichend große Öffnung (ca. 15–20 cm) zum Befüllen offen. Wir empfehlen, die Ecken doppelt zu vernähen, da diese Stellen der größten Belastung ausgesetzt sind.
3. Befüllen und Fertigstellung
Wenden Sie den Bezug auf rechts und beginnen Sie mit dem Befüllen. Hohlfaser eignet sich ideal, da sie formstabil und allergikerfreundlich ist. Das Hundebett sollte gut gefüllt, aber nicht steinhart sein – Ihr Hund muss leicht darin einsinken können. Verschließen Sie die Öffnung abschließend mit einem unsichtbaren Matratzenstich von Hand oder schließen Sie den Reißverschluss.
Praktische Tipps für Hundebesitzer:
- Fertigen Sie ein separates Innenkissen mit der Füllung an und nähen Sie dafür einen abnehmbaren Außenbezug. Das erleichtert das Waschen ungemein.
- An der Unterseite des Hundebetts können Sie ein Stück rutschfeste Unterlage annähen, damit das Bett nicht durch den ganzen Raum rutscht.
- Waschen Sie den Stoff vor dem Nähen, damit das fertige Hundebett bei der ersten Wäsche zu Hause nicht einläuft.
- Haben Sie einen Welpen? Legen Sie eine wasserdichte Schicht unter den Bezug (zum Beispiel eine alte Plastikfolie oder ein gummiertes Betttuch).
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welcher Stoff hält den Krallen eines Hundes stand?
Am robustesten sind technische Gewebe wie Outdoor-Stoffe oder Cordura. Aber auch alter Jeansstoff oder festes Segeltuch leisten hervorragende und kostengünstige Dienste.
Kann ich alte Kleidung als Füllung verwenden?
Ja, das ist eine sehr umweltfreundliche Lösung. Schneiden Sie die Kleidung jedoch in kleinere Stücke, damit das Hundebett nicht klumpig wird. Bedenken Sie auch, dass ein solches Bett deutlich schwerer sein wird als eines mit einer Hohlfaserfüllung.
Wie entferne ich vor dem Waschen Tierhaare vom Hundebett?
Am besten funktioniert ein feuchter Gummihandschuh, mit dem Sie die Haare einfach von der Oberfläche zu kleinen Knäueln zusammenstreichen können. Den Rest erledigt der Staubsauger mit einer Fugendüse.
Was ist besser: Reißverschluss oder Klettverschluss?
Ein klassischer Spiralreißverschluss ist langlebiger. Ein Klettverschluss kann mit der Zeit durch Tierhaare verstopfen und verliert dann seine Haftung. Zudem reagieren manche Hunde empfindlich auf das Geräusch beim Öffnen eines Klettverschlusses.
Was kann ich tun, wenn mein Hund das neue Bett ignoriert?
Legen Sie sein Lieblingsspielzeug oder ein getragenes T-Shirt von Ihnen hinein. Der Hund muss sich im neuen Bett sicher fühlen – ein vertrauter Geruch hilft ihm dabei sehr.
Wie oft sollte ich das Hundebett waschen?
Idealerweise alle 14 Tage oder je nach Bedarf. Ein abnehmbarer Bezug, den Sie leicht waschen können, ist hierfür die beste Lösung. Die innere Füllung sollten Sie etwa alle sechs Monate waschen.
