Sie haben Ihr neues Bett bereits ausgewählt und fragen sich nun, welcher Lattenrost der richtige für Sie ist? Der Lattenrost ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Bettes und trägt ebenso wie die Matratze zu einem erholsamen Schlaf bei. Er sorgt für eine optimale Belüftung der Matratze, was der Schimmelbildung effektiv vorbeugt. Zudem verteilt er das Gewicht gleichmäßig und kann so die Lebensdauer Ihrer Matratze verlängern. Bei der Auswahl sollten Sie jedoch beachten, dass nicht jede Matratze mit jedem Lattenrost kompatibel ist.
Der Rollrost
Einfache Rollroste bestehen aus einzelnen Holzleisten, die durch textile Bänder miteinander verbunden sind. Die Leisten werden meist aus Nadelhölzern wie Kiefer oder Fichte gefertigt. Es gibt sie in verschiedenen Breiten, wobei der Abstand zwischen den einzelnen Latten idealerweise 4 bis 6 cm nicht überschreiten sollte. Ist der Abstand größer als 6 cm, kann sich die Matratze durchdrücken und verformen.
Im Allgemeinen eignen sich Rollroste am besten für Schaumstoffmatratzen mit einem höheren Kern, aber auch für Federkern- oder Taschenfederkernmatratzen. Weniger geeignet sind sie hingegen für dünnere Matratzen oder für Personen mit einem höheren Körpergewicht. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie preiswert und leicht zu transportieren sind – Sie können den Rollrost einfach zusammenrollen. Wir empfehlen, diesen Rost mit kleinen Schrauben fest am Rahmen des Bettes zu fixieren.
- Optimaler Lattenabstand von 4–6 cm bei der Montage.
- Hervorragend für höhere Matratzen geeignet.
- Geeignet für Schaumstoff-, Taschenfederkern- und Federkernmatratzen.
- Sehr günstiger Anschaffungspreis.
- Einfach zusammenrollbar und leicht zu transportieren.
Der Federholzrahmen (Lattenrost)
Federholzrahmen bestehen aus flexiblen, leicht nach oben gebogenen Holzleisten (Lamellen), die in einen stabilen Rahmen eingespannt sind. Dieser Rahmen besteht meist aus Holz oder Metall. Sie müssen diesen Lattenrost lediglich in den Bettrahmen einlegen und können ihn bei Bedarf mit kleinen Schrauben fixieren.
Die einzelnen Lamellen sind über spezielle Kappen (Kautschuk- oder Kunststofftaschen) am Rahmen befestigt. Die Art dieser Halterungen beeinflusst maßgeblich die Elastizität des gesamten Bettes. Flexible Kappen, die über den Holm ragen, bieten eine hervorragende Federung bis zum Rand. Fest im Rahmen eingelassene Kunststoffkappen hingegen mindern die Flexibilität etwas.
Federholzrahmen werden meist aus robustem Buchen- oder Birkenholz gefertigt und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Je mehr Lamellen ein Lattenrost hat, desto besser wird Ihr Körper gestützt und desto mehr wird die Matratze entlastet. Dies verlängert ihre Lebensdauer und sorgt dafür, dass sie ihre ergonomischen Eigenschaften voll entfalten kann.
Federholzrahmen eignen sich hervorragend für dünnere Matratzen, aber auch für Latexmatratzen, Kaltschaum- (HR), Viscoschaum- (Memory-Foam) oder Kokosfaser-Matratzen. Sie sind im Grunde für fast alle Matratzenarten geeignet, garantieren eine hervorragende Luftzirkulation und bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Hervorragende Federung und Anpassungsfähigkeit.
- Auch für dünnere Matratzen bestens geeignet.
- Universell einsetzbar für fast alle Matratzentypen.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die feste Platte
Eine durchgehende, feste Platte als Unterlage für die Matratze ist aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert. Sie verhindert die notwendige Luftzirkulation unter dem Bett, was schnell zu Feuchtigkeitsstau, Schimmelbildung und Bakterienvermehrung führen kann. Eine solche Lösung eignet sich höchstens für sehr trockene Räume oder für Gästebetten, die nur gelegentlich genutzt werden.
Falls Sie eine feste Platte nutzen, sollten Sie sich für eine Federkern- oder Taschenfederkernmatratze entscheiden, da diese die Feuchtigkeit deutlich besser ableiten können.
Welcher Lattenrost passt zu welcher Matratze?
Empfohlener Lattenrost-Typ nach Matratzenart
| MATRATZENTYP | ROLLROST | LATTENROST (FEDERHOLZRAHMEN) | FESTE PLATTE |
|---|---|---|---|
|
Mit hohem Kern |
x |
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Mit niedrigem Kern |
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x |
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Latexmatratzen |
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x |
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Kaltschaum (HR) |
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x |
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Viscoschaum (Memory-Foam) |
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x |
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Federkern |
x |
x |
x |
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Mit Kokosfaserplatte |
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x |
x |
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Taschenfederkern |
x |
x |
x |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welcher Lattenrost eignet sich am besten für eine Schaumstoffmatratze?
Für Schaumstoffmatratzen (Kaltschaum, Viscoschaum, Latex) wird ein flexibler Federholzrahmen empfohlen. Er sorgt für eine optimale Belüftung, Elastizität und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Ein einfacher Rollrost sollte nur bei sehr hohen Schaumstoffmatratzen verwendet werden; eine feste Platte ist gänzlich ungeeignet.
Kann man für eine Federkern- oder Taschenfederkernmatratze einen Rollrost verwenden?
Ja, ein Rollrost ist für Federkern- und Taschenfederkernmatratzen gut geeignet, sofern diese einen höheren Kern besitzen. Bei dünneren Modellen empfiehlt sich eher ein flexibler Federholzrahmen oder eine feste Platte.
Was ist der Unterschied zwischen einem Federholzrahmen und einem Rollrost?
Ein Federholzrahmen verfügt über elastische, in Kappen gelagerte Holzleisten in einem festen Rahmen. Dies garantiert eine hervorragende Anpassung an den Körper und verlängert die Lebensdauer Ihrer Matratze. Ein Rollrost hingegen besteht aus starren Holzlatten, die mit Textilbändern verbunden sind. Er ist preiswerter und lässt sich leicht transportieren, bietet jedoch kaum Eigenfederung.
Ist eine feste Platte als Unterlage für die Matratze geeignet?
Eine geschlossene Platte verhindert eine ausreichende Luftzirkulation und ist daher nicht zu empfehlen. Sie begünstigt die Entstehung von Schimmel und Bakterien. Sie eignet sich allenfalls für sehr trockene Räume oder die gelegentliche Nutzung. Wenn überhaupt, sollten darauf gut belüftete Federkern- oder Taschenfederkern-Matratzen verwendet werden.
Wie wählt man den passenden Lattenrost basierend auf der Matratzenhärte aus?
Elastische Schaumstoffmatratzen (Latex, Kaltschaum, Visco) benötigen eine Unterlage, die sowohl stützt als auch flexibel nachgibt – hier ist ein Federholzrahmen die beste Wahl. Für weichere Matratzen mit geringerer Höhe ist er ebenfalls ideal. Ein Rollrost eignet sich eher für höhere Matratzen. Eine feste Platte sollte nur in Kombination mit festen Federkern- oder Taschenfederkernmodellen genutzt werden.
Wie viele Leisten sollte ein Rollrost haben?
Entscheidend ist vor allem der Abstand zwischen den Leisten: Dieser sollte 4 bis 6 cm betragen. Ein größerer Abstand kann zu einer Verformung der Matratze führen. Ein geringerer Abstand bietet zwar mehr Stabilität, schränkt jedoch die Belüftung ein.
Welches Holz eignet sich am besten für einen Federholzrahmen?
Am häufigsten wird Buchen- oder Birkenholz verwendet. Diese Holzarten bieten die beste Kombination aus Elastizität und Langlebigkeit. Wichtig ist auch die Anzahl der Leisten: Je mehr Lamellen vorhanden sind, desto besser ist die Körperunterstützung und desto gleichmäßiger wird die Matratze entlastet.
Kann ich einen Lattenrost selbst montieren?
Ja, ein fertiger Federholzrahmen muss lediglich in den Bettrahmen eingelegt und kann bei Bedarf mit kleinen Schrauben fixiert werden. Auch bei einem Rollrost empfehlen wir dringend, die äußeren Leisten am Bettrahmen festzuschrauben, damit der Rost im Alltag nicht verrutscht.
Welcher Lattenrost eignet sich für Personen mit höherem Körpergewicht?
Für schwerere Personen empfiehlt sich ein stabiler Federholzrahmen mit flexiblen Kautschukkappen und einer hohen Anzahl an Leisten (idealerweise mit verstärkter Mittelzone). Ein Rollrost ist nur in Kombination mit einer sehr hohen und festen Matratze geeignet; eine feste Platte ist nicht ratsam.


