Das Osterfest ist ein beweglicher Feiertag und fällt immer auf den Sonntag und Montag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Die Osterbräuche unterscheiden sich von Region zu Region, doch viele Traditionen sind überall beliebt. Wissen Sie, wie Sie Ihr Zuhause dekorieren, was Sie backen sollten und welche Bräuche mit diesen Feiertagen verbunden sind? Begrüßen Sie mit uns die ersten Frühlingstage und genießen Sie dieses Osterfest in vollen Zügen.
Die Osterdekoration
Begrüßen Sie den Frühling mit einer frischen Dekoration im Haus und im Garten. Bunte Farben wie Grün, Gelb und Rot bringen eine fröhliche Stimmung in Ihre Räume. Außendekorationen wie bunt bemalte Ostereier oder Frühlingskränze kommen an der Haustür oder im Eingangsbereich des Gartens besonders gut zur Geltung. Hängen Sie farbenfrohe Ostereier an Bäume oder Sträucher.
Auch im Haus können Sie mit der passenden Osterdekoration eine gemütliche Frühlingsatmosphäre schaffen. Dekorieren Sie Ihr Wohnzimmer, den Esstisch und das Schlafzimmer. Beziehen Sie Ihr Bett mit frischer Bettwäsche mit Ostermotiven oder Frühlingsblumen. Weidenkätzchen in einer Vase auf dem Nachttisch oder im Wohnzimmer runden das Gesamtbild harmonisch ab. Einen Hauch von Frühling bringen auch Zierkissen in kräftigen Farben. Den Essbereich und die Küche verschönern Sie am besten mit österlichen Tischsets, einer passenden Tischdecke oder thematischen Topflappen.
Das Flechten der Ostergerte
Ostern in Mitteleuropa wäre ohne die traditionelle Ostergerte (tschechisch *Pomlázka*) nicht komplett. Die Tradition des Flechtens von Osterruten aus frischen Weidenzweigen reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Dem Brauch nach flechten Jungen und Männer die Gerte am Karsamstag aus einer geraden Anzahl von Zweigen und verzieren sie mit einem weißen Band. Weitere bunte Bänder erhalten sie dann von den Mädchen beim Osterrundgang. Am Ostermontag besuchen die Männer die Frauen und symbolisieren durch das sanfte Schlagen mit den Weidenruten den Wunsch nach Frische, Gesundheit und Lebenskraft für das gesamte kommende Jahr.
Das Bemalen von Ostereiern
Bunt gefärbte und verzierte Ostereier sind nicht nur ein beliebtes Geschenk für die Ostergänger, sondern auch ein Symbol für neues Leben. Für das Verzieren gibt es zahlreiche Techniken: Wachstechnik, Kratzen, Ätzen, Drahtwickeln oder das klassische Färben und Bekleben mit Abziehbildern. Dabei können sowohl ausgeblasene als auch hartgekochte Eier verwendet werden. Schon früher nutzte man zum Färben ganz natürliche Zutaten aus der Speisekammer wie Zwiebelschalen, Rote Bete, Rotkohl, aber auch Lindenblüten oder Eichenrinde.
Tipp für das natürliche Färben von Ostereiern
Das Färben von Eiern mit Zwiebelschalen ist eine traditionelle Methode, die den Eiern einen wunderschönen braunen bis goldgelben Farbton verleiht. Mit einer Hülle aus einfacher Gaze können Sie zudem zauberhafte Muster kreieren.
Sie benötigen:
- Zwiebelschalen
- Eier
- Wasser
- Essig
- Gaze oder eine alte Feinstrumpfhose
- Frühlingsblumen und kleine Blätter
Anleitung:
- Genügend Zwiebelschalen vorbereiten. Je mehr Schalen verwendet werden, desto kräftiger und dunkler wird der Farbton.
- Die Schalen in einen alten Topf mit Wasser und Essig geben. Auf einen Liter Wasser etwa einen Esslöffel Essig verwenden.
- Frühlingsblumen oder Blätter auf die rohen Eier legen und diese fest mit Gaze oder einer Strumpfhose umwickeln.
- Die Eier in das Wasser mit den Zwiebelschalen legen und etwa 15–20 Minuten kochen lassen. Je länger sie im Sud bleiben, desto intensiver wird die Farbe.
- Nach dem Kochen die Eier vorsichtig herausnehmen und abkühlen lassen.
- Die abgekühlten und getrockneten Eier mit einem Baumwolltuch und etwas Speck oder Butter für einen schönen Glanz polieren.
Backen und Kochen zu Ostern
Der Gründonnerstag ist der perfekte Tag, um die traditionellen Osterhefebrötchen (tschechisch *Jidáše* – Judasbrötchen) zu backen. Das kunstvoll geformte Gebäck aus Hefeteig symbolisiert den Apostel Judas, der Jesus verraten hat. Der Überlieferung nach verriet Judas Iskariot seinen Herrn am Mittwoch der Karwoche, bereute seine Tat später und erhängte sich. Die gedrehte Form des Gebäcks erinnert an das Seil, mit dem Judas sein Leben beendete.
Am Karsamstag dreht sich in der Küche alles ums Backen und Kochen. Traditionell wird an diesem Tag das Osterbrot (tschechisch *Mazanec*) zubereitet. Dafür wird ein ähnlich schwerer Hefeteig wie für den weihnachtlichen Christstollen verwendet. Lassen Sie den süßen Hefeteig an einem warmen Ort, abgedeckt mit einem sauberen Geschirrtuch, gut eine Stunde gehen. Formen Sie anschließend einen runden Laib und backen Sie ihn goldbraun.
TIPP: Ein traditionelles Osterlamm darf auf der Festtafel nicht fehlen. Probieren Sie unser Rezept aus und überraschen Sie Ihre Familie und Freunde.
Rezept für traditionelle Osterbrötchen (Jidáše)
Der Hefeteig für diese Osterbrötchen ist etwas fester als der für das Osterbrot. Dadurch lässt sich das Gebäck besonders leicht in die gewünschte Form bringen.
Sie benötigen:
- 1 kg griffiges Weizenmehl
- 30 g frische Hefe
- 350 ml lauwarme Milch
- 120 g weiche Butter
- 100 g feiner Zucker
- 2 Eigelb
- Eine Prise Salz
- Ein Ei zum Bestreichen
- Puderzucker und flüssiger Honig zum Verfeinern
Zubereitung:
- Aus etwas Mehl, ein wenig Milch, einem Teelöffel Zucker und der Hefe einen Vorteig ansetzen. Sobald dieser aufgegangen ist, zum gesiebten Mehl mit dem restlichen Zucker und einer Prise Salz geben.
- Das Eigelb schaumig schlagen und mit der weichen Butter verrühren. Die Mischung anschließend zum Mehl und dem Vorteig geben. Nach Bedarf die restliche lauwarme Milch hinzufügen und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten, der nicht mehr klebt.
- Den Teig an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen.
- Anschließend den Teig in kleinere Stücke teilen und diese zu dünnen, etwa 20 cm langen Rollen formen.
- Die Rollen schneckenförmig aufrollen, um die traditionelle Spiralform zu erhalten.
- Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals kurz gehen lassen.
- Mit verquirltem Ei bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C goldgelb backen.
- Nach dem Backen noch warm mit flüssigem Honig bestreichen oder mit Puderzucker bestäuben.
TIPP: Nach den Feiertagen bleiben oft viele gekochte Eier übrig. Verwerten Sie diese für einen köstlichen Eiersalat, den die ganze Familie lieben wird.
Die Suche nach verborgenen Schätzen
Mit dem Karfreitag sind viele Legenden und Bräuche verbunden. Einer der bekanntesten ist der Glaube an die magische Kraft dieses Tages, an dem sich angeblich die Erde öffnet, um verborgene Schätze freizugeben. Dem Volksglauben nach wird der Ort, an dem ein Schatz vergraben liegt, durch ein leuchtendes Farnkraut oder ein kleines, schimmerndes Licht angezeigt.
Das Osterklappern und Ratschen
Das Osterklappern oder Ratschen ist ein lautstarker Brauch. Der Tradition nach ersetzen diese hölzernen Instrumente die Kirchenglocken, die vom Gründonnerstag bis zum Karsamstag symbolisch nach Rom geflogen sind. Ursprünglich zogen vor allem Jungen mit ihren Holzratschen singend durch die Gassen. Das Klappern fand regelmäßig morgens, mittags und abends statt. Am Karfreitag ertönten die Ratschen zusätzlich um 15 Uhr, zur Todesstunde Jesu. Das letzte Klappern am Mittag des Karsamstags endete mit einem Umzug von Haus zu Haus, bei dem kleine Gaben gesammelt wurden. Dieser lebendige Brauch wird auch heute noch in vielen ländlichen Regionen gepflegt.
Machen Sie sich die ersten Frühlingstage so angenehm wie möglich. Bringen Sie mit den Farben der erwachenden Natur frischen Wind in Ihre vier Wände. Lassen Sie die ersten Sonnenstrahlen herein und füllen Sie Ihr Zuhause mit neuer Energie. Ob stilvolle Wohnaccessoires oder neue Möbelstücke – setzen Sie auf hochwertige, natürliche Materialien.




